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Kompostierbare Kaffeekapseln – Was steckt dahinter?

Kaffee in Kapseln ist eine der einfachsten und verlässlichsten Möglichkeiten in den Genuss einer guten Tasse Kaffee zu kommen. Aber auch wenn sich George größte Mühe gibt seine heile Kaffeewelt zu verkaufen, schwingt bei dem Gedanken an Natur und Umwelt auch immer ein bisschen schlechtes Gewissen mit. Kompostierbare Kapseln aus „Bioplastik“ versprechen einen moralischen Freispruch. Was aber wirklich dahinter steckt bleibt oft im Verborgenen. Wir bei Vitaboni verwenden neueste, kompostierbare Bio-Kapseln. Da wir es uns zur Aufgabe gemacht haben mit offenen Karten zu spielen, werfen wir einen kontroversen Blick auf das Thema.

Kompostierbare Kaffeekapseln aus Bio-Kunststoff – Was heißt das überhaupt?

Laut dem „Gutachten zu Behandlung biologisch abbaubarer Kunststoffe“ des Umweltbundesamtes spricht man von Bio-Kunstsoffen, wenn mindestens eine der folgenden Eigenschaften gegeben ist:

  • der Kunststoff ist teilweise, oder komplett aus nachwachsenden Rohstoffen (z.B. Mais)
  • der Kunststoff ist biologisch abbaubar

Demnach kann ein Biokunstoff sowohl fossile Rohstoffe wie Erdöl enthalten, als auch nicht biologisch abbaubar sein. Leider hat hier seitens des Gesetzgebers noch keine konsumentenfreundliche Definition stattgefunden, sodass der Verbraucher selbst genauer hinschauen muss.

Bei Vitaboni verwenden wir Bioplastik-Kapseln aus Bayern. Diese sind zu 62% aus nachwachesenden Rohstoffen gefertigt und enthalten keine Erdöle. Die verbleibenden 38% sind Monomere aus nicht erneuerbaren Materialien. Diese werden aktuell noch benötigt um Luftdichtheit, und somit auf Aromendichtheit zu gewährleisten. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, unseren Kaffee künftig in Kapseln aus 100% nachwachsenden Rohstoffen zu verpacken. Aus verschiedenen Gründen leider kein leichtes Unterfangen. Sobald wir das jedoch geschafft haben, informieren wie euch an dieser Stelle darüber.

Was bedeutet „biologisch abbaubar“ und „kompostierbar“?

Kompostierbare Stoffe, die wie unsere Vitaboni Kapseln DIN CERTCO und OK Compost zertifiziert sind, müssen gewisse Kriterien erfüllen. Gleiches gilt für Produkte mit dem Keimling-Logo. Unter anderem müssen sich die Kapseln bei industrieller Kompostierung innerhalb von 3 Monaten zu 90% abgebaut haben. Darüber hinaus dürfen keine für Kompost schädlichen Stoffe enthalten sein.

Industrielle Kompostierung heißt wiederum, dass bei einer Temperatur von circa 58°C kompostiert wird. Demnach ist das industrielle Kompostieren nicht mit dem auf dem heimischen Komposthaufen gleichzusetzen. Hier sind die Temperaturen deutlich geringer und somit dauert auch der Zersetzungsprozess länger. Aber auch auf dem heimischen Kompost ist das Kompostieren kein Problem. Die Kapsel zerfällt trotzdem. Es dauert eben nur etwas länger.

Können die Kapseln im Biomüll entsorgt werden?

Viele Entsorgungsbetriebe haben nach wie vor Probleme Bioplastik sachgemäß zu verwerten.

Der Grund für diese Probleme liegt mitunter daran, dass auch bei optimaler Kompostierung innerhalb der 3 Monate bis zu 10% der Kapsel als Rückstände im Kompost zurückbleiben können. Da sich Bioplastik lediglich zu CO² und Wasser zersetzt bietet es keinen Mehrwert für den Kompost. Aus diesem Grund wird Bioplastik in den meisten Fällen vor der Kompostierung aussortiert, der thermischen Verwertung zugeführt und verbrannt. 

Wie entsorge ich meine Kaffee-Kapseln dann richtig?

Auch wenn die Kapseln kompostierbar sind, ist die Entsorgung über den Bio-Müll laut deutscher Bioabfallverordnung (BioAbfV) aktuell nicht vorgesehen. Eine Studie der Bundesgütegemeinschaft Kompost (BGK e.V.) kommt zu folgendem Schluss:

„In den meisten Fällen ist die Entsorgung von Bio-Kunststoffen über Verbrennungsanla-

gen mit Energie- und Wärmegewinnung die sinnvollste Variante.“

Denn hier kann CO²-Neutral Wärme und Energie zurückgewonnen werden.

Besteht keine geeignete Recyclinginfrastruktur, sollten demnach auch kompostierbare Kaffee-Kapseln über den Restmüll entsorgt werden. Ob eine Recycling-Infrastruktur besteht, muss im Einzelfall und regional bei den zuständigen Abfallunternehmen in Erfahrung gebracht werden.

Ist die korrekte Entsorgung von kompostierbaren Kaffeekapseln auf Grund der fehlenden Kompostieranlage nicht möglich, ist es dennoch sinnvoller diese mit dem üblichen Müll zu verbrennen, als zu einer herkömmlichen Kaffeekapsel aus Aluminium oder Kunststoff zu greifen. 

Denn auch hier hat die Bio-Plastik-Kapsel große Vorteile gegenüber der Aluminium-Kapsel. Welche Schadstoffe beim Verbrennen von Aluminium entstehen, wollen wir an dieser Stelle nicht genauer erläutern.

Wer sicher gehen möchte, dass die Kapseln kompostiert werden, kann dies auf dem eigenen Kompost tun. Eine Alternative, die auch ohne Garten umzusetzen ist, bietet hier der japanische Bokashi Komposter, über den wir an anderer Stelle genauer berichten werden.

Macht es dann überhaupt Sinn kompostierbare Bio-Plastik-Kapseln zu verwenden?

Ja, absolut! Denn im Gegensatz zu konventionellen Plastik Kapseln können Bio-Plastik-Kapseln aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden, welche beim Wachstum CO² binden. 

Demnach sagt auch Frau Dr. Stefanie Siebert vom BGK e.V. 

„Die Energiequelle ist als nahezu CO 2 -neutral anzusehen.“, denn sie gibt bei der Verbrennung nur so viel CO² frei wie das Rohmaterial ursprünglich gespeichert hat.

Zudem kann bei der Produktion größtenteils auf fossile Rohstoffe wie Erdöl verzichtet werden.

Die bei Vitaboni verwendeten Kapseln werden zudem ausschließlich mit erneuerbarer Energie aus Wind- und Sonnenenergie, Wasserkraft und Biogas hergestellt. Darüber hinaus entstehendes CO² wird zusammen mit Climate Partner durch die Klimaprojekt „Bäume pflanzen in Deutschland“  kompensiert. 

Fazit

Angesichts der Tatsache, dass ein überwältigender Teil aller verkauften Kaffee-Kapseln im Restmüll landet und somit verbrannt wird, liefern Bio-Plastik-Kapseln eine CO2-Neutrale Lösung und verbrauchen dabei weniger bis keine fossilen Rohstoffe. Gesundheitliche Belastung beim Kaffeegenuss durch Giftstoffe aus Aluminium fallen ebenfalls weg.

Zudem werden sowohl Bio-Plastik-Kapseln selbst, wie auch die Verwertungsmöglichkeiten in den Abfallbetrieben stetig weiterentwickelt, um die Belastung für die Umwelt weiter zu mindern. 

Wir bei Vitaboni sind darauf bedacht, unseren Kapselkaffee so nachhaltig und ehrlich wie möglich zu gestalten. Darum werden wir uns auch weiterhin mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander- und uns dafür einsetzen. CO2-Neutral und lecker sind wir jetzt schon. An allem anderen sind wir dran! 

Übrigens…einen Beitrag zum Thema Mehrweg-Kaffeekapseln findest du zum Beispiel hier.

PS: Wir sind ein junges Start-Up, daher freuen wir uns immer über neue Anregungen, wie wir unsere Produkte noch nachhaltiger gestalten können. Solltest du also Anregungen haben, die du gerne mit uns teilen möchtest, immer her damit! 


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